Aktuell

Projekt Fokusraum Wädenswil – Krautgarten

Frisches Gemüse im Quartier

Träumen Sie vom eigenen Garten? Aber der Aufwand und das ganze Drumherum schrecken Sie ab? Es geht auch einfacher! Ab Mai 2023 können Interessierte aus der Au beim «Krautgartenprojekt» mitmachen.

Wädenswil, 5.9.2022 – Im Rahmen des Projekts, das vom Verein Zürichsee Landschaftsschutz gefördert wird, soll an der alten Steinacherstrasse schon nächstes Jahr das «Krautgartenprojekt» realisiert werden. Wir bereiten mit LandwirtInnen den Boden vor und GärtnernInnen säen und pflanzen die Saat und Setzlinge. Anschliessend kommen Sie, alle Nochnicht-Gärtnerinnen und -Gärtner, ins Spiel. Gegen eine kleine Pacht können interessierte QuartierbewohnerInnen die jeweils etwa 45 m2 grossen bestellten Beete mit den verschiedenen Gemüsearten übernehmen. Von Mai bis zum Herbst können Sie Ihrer Schaffenslust als BiogärtnerIn freien Lauf lassen und Ihr Beet hegen und pflegen und anschliessend auch ernten.

Die vorbereitenden Gespräche mit der Landeigentümerin, der Stadt Wädenswil, der Schule Steinacher, dem Quartierverein Au, dem Bewirtschafter und der Genossenschaft Wädichörbli sind am Laufen.

Bei Interesse wenden Sie sich unverbindlich an: luethi@quadragmbh.ch

Anfang 2023 wird die Initialgruppe «Fokusraum Au» eine Infoveranstaltung dazu veranstalten

 

Zürichsee Landschaftsschutz

Etwa so könnte ihr Krautgarten aussehen. (Foto: quadra gmbh, zVg)

Zürichseelandschaftsschutz Kolbenente

95. GV des Zürichsee Landschaftsschutzes

 

Unsere Generalversammlung findet am Samstag, den 11. Juni 2022 um 1400 im Landgasthof Halbinsel Au, Austrasse 59 in 8804 Au ZH statt.

 

An dieser Generalversammlung tritt leider unser langjähriger Aktuar und vermutlich auch Senior im Vorstand, Kuno Jäggi, Wollerau, zurück. Jahrzehntelang hat er den Zürichsee Landschaftsschutz intensiv begleitet, lange Jahre nun auch schon als Aktuar. Seinen intensiven Einsatz für den Zürichsee und den Landschaftsschutz in allen Facetten werden wir nicht vergessen, nicht zuletzt hat er als Gebietsverantwortlicher in Usser-Schwyz in vielen Bereichen intensiv am Landschaftsschutz und unserem See gewirkt und wird uns deshalb wohl sehr fehlen.

An der Generalversammlung stehen die normalen statutarischen Geschäfte an, gleichzeitig ist der Vorstand wieder zu wählen, die Amtsdauer beträgt gem. den Statuten Art.8, Abs.2, 3 Jahre und ist dieses Jahr fällig.

Im Anschluss an die GV wird unser Projektleiter unserer Studie „Erholungslandschaft Zürichsee“, Vorstandsmitglied Joachim Kleiner, den Stand der Umsetzung an Hand des Beispiels der Stadt Wädenswil erläutern. Dabei wird er auf die inhaltlichen Schwerpunkte des Projekts sowie auch den Stand der Finanzierung zu sprechen kommen.

Ebenfalls nutze ich hier die Gelegenheit, Sie zu bitten, dem Zürichsee Landschaftsschutz Ihre E-Mail Adresse mitzuteilen. So erhalten Sie künftig schnell und aktuell Informationen über unsere Aktivitäten. Die Adressen werden vertraulich behandelt und nicht weitergegeben.

Senden Sie uns eine Mail mit Ihrem Namen an: info@zuerichsee-landschaftsschutz.ch und wir nehmen Sie auf die Verteilliste unseres Newsletters auf.

 

Thomas Isler, Präsident

 

95. Jahresbericht Zürichsee Landschaftsschutz PDF

Zürichsee Landschaftsschutz verlangt Streichung des neuen Richtplaneintrags

Zürich, März 2021 – In der Gemeinde Hombrechtikon sollen Anpassungen im kantonalen Richtplan zukünftig den Bau von Abstellanlagen für Personenzüge ermöglichen. Durch dieses Projekt wären schützenswerte Lebensräume von seltenen Tierarten bedroht und die Landschafts- und Erholungsqualität in diesem äusserst attraktiven Gebiet würde massiv geschmälert.

 

Lebensraum von seltenen Tierarten

Das für die Abstellanlage von S-Bahnzügen vorgesehene Gebiet in Feldbach liegt in einem kantonalen Landschaftsschutz- und Landschaftsförderungsgebiet. Früher war diese langgezogene Senke ein Flachmoorgebiet, welches an der nordseitigen Hanglage mit Reben und Magerwiesen begrenzt war. Im Gebiet brütet die seltene Zaunammer und leben auch Zauneidechsen und Schlingnattern, die durch dieses Projekt ihren Lebensraum weitgehend verlieren würden.

Die Senke hat ein hohes Potential als Moorregenerationsfläche. Durch die Abstellanlage würde dieses Gebiet stark beeinträchtigt und eine Moorregeneration wäre nicht mehr möglich.

 

Mehr Lärm und weniger Erholung

Das Gebiet ist ein wichtiges und viel besuchtes Erholungsgebiet. Die naturnahe Geländekammer und der zeitweilige Blick auf den Zürichsee und die Voralpen machen das Gebiet sehr attraktiv. Die Abstellanlage würde das schöne Landschaftsbild stark beeinträchtigen. Wander- und Velowege, welche heute durch dieses wenig verbaute, natürliche Gebiet verlaufen, würden künftig entlang von Geleisen mit S-Bahnwagen führen. Mit den dazugehörenden Lärm- und Lichtemissionen würde die Erholungsfunktion des Gebietes massiv geschmälert.

Dieser neue Richtplaneintrag ist deshalb aus Sicht des Zürichsee Landschaftsschutzes ersatzlos zu streichen.

Der Zürichsee Landschaftsschutz engagiert sich für den Schutz und die Förderung der Lebensräume und des Landschaftsbildes an den Ufern des Zürichsees und des Obersees. Deshalb ist es dem Verein ein grosses Anliegen, dass bei Richtplanänderungen und Bauvorhaben entlang des Seeufers Ökologie und Landschaftsbild gebührend berücksichtigt werden.

Kontakt:

Roeland Kerst, ZSL Sektion oberes rechtes Zürichseeufer, 044 920 71 72, kerst@bluewin.ch

Thomas Isler, ZSL Präsident, 044 789 86 86, thomas.isler@gessner.ch

Veronika Studer Bärlocher, ZSL Kommunikation, vstuder@gmx.net

Weitere Informationen:

Stellungnahme ZSL Richtplan, 3.3.21

Uetikon: Zürichsee Landschaftsschutz stellt Bedingungen

Zürich, August 2020 – Im Juni hat die Gemeinde Uetikon und der Kanton Zürich die Gestaltungspläne zum «Lebendigen Quartier am See» aufgelegt. Der Verein Zürichsee Landschaftsschutz begrüsst das Projekt und formuliert jedoch wichtige Ergänzungen. Damit soll das Zürichseeufer und das Landschaftsbild im Rahmen des Bauprojekts geschützt werden.

 

Tiefer, grüner und lockerer

 

Für die Gemeinde Uetikon stellt dieses Projekt eine Chance dar, die es aus Sicht des Zürichsee Landschaftsschutzes – unter Berücksichtigung gewisser Einwände – zu nutzen gilt. Die Dimensionen der geplanten Überbauung ist für ufernahe Bereiche aussergewöhnlich. Die vom Verein formulierten Einwände, welche dazu beitragen, dem Projekt ökologischen und landschaftlichen Vorbildcharakter zu verleihen, sollen bei der Entstehung des neuen urbanen Quartiers berücksichtigt werden.

«Wir setzen uns dafür ein, dass die Bauten gut in die Landschaft eingebunden werden.» sagt Thomas Isler, Präsident der Zürichsee Landschaftsschutzes. Und führt weiter aus: «Wir haben deshalb dem Kanton und der Gemeinde vorgeschlagen, die Höhe der Wohngebäude hin zum Seepark zu reduzieren und Fassaden zu begrünen.»

Insbesondere mit ökologischen und landschaftlichen Einwänden trägt der Verein zu einer verbesserten Nachhaltigkeit des Bauprojekts bei. Besonders wichtig ist ihm dabei die Schaffung von Freiräumen, die Vernetzung zwischen Seeareal und Bahnlinie sowie gut durchgrünte Siedlungszwischenräume.

Weitere Einwände betreffen den grosszügig angelegten Park. Dort sollen möglichst keine neuen Bauten entstehen und mit der Pflanzung von hohen Bäumen können ökologische Ausgleichsmassnahmen getroffen werden, die ebenfalls zu einer guten Gliederung der See-Ansicht beitragen. Um dies auch wirklich erreichen zu können, schlägt der Zürichsee Landschaftsschutz vor, dass für alle Neubauten ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben werden sollte, damit städtebaulich und landschaftlich gute Lösungen gefunden werden können. «Das künftige Wohnquartier in Uetikon soll trotz urbaner Dichte zu einem ausgewogenen und naturnahen Lebensraum am Zürichsee werden» hält Thomas Isler abschliessend fest.

Der Zürichsee Landschaftsschutz engagiert sich für den Schutz und die Förderung der Lebensräume und des Landschaftsbildes an den Ufern des Zürichsees und des Obersees. Deshalb ist es dem Verein ein grosses Anliegen, dass bei Bauvorhaben entlang des Seeufers Ökologie und Landschaftsbild gebührend berücksichtigt werden.

Kontakt:

Roeland Kerst, ZSL Sektion oberes rechtes Zürichseeufer, 044 920 71 72, kerst@bluewin.ch

Joachim Kleiner, ZSL Vorstandsmitglied, 076 378 82 26, jkleiner@hsr.ch

Thomas Isler, ZSL Präsident, 044 789 86 86

 

Weitere Informationen:

Gestaltungsplan Kanton Einwendung 19.07.2020

Gestaltungsplan Gemeinde Einwendung 19.07.2020

 

Samstag, 14.September 2019, 15–17 Uhr, Schulhaus Steinacher, Wädenswil

 

Sehr geehrte Damen und Herren

Der Verein Zürichsee Landschaftsschutz (ZSL) hat 2014 das Projekt «Erholungs-landschaft Zürichsee» lanciert.
(https://zuerichsee-landschaftsschutz.ch/erholungslandschaft-zuerichsee-kartenansicht/ ).
Im Fokus der Studie stehen der Mensch und sein nachhaltiger Umgang mit den landschaftlichen Ressourcen und die öffentliche Diskussion über die Zukunft des Erholungsraums Zürichsee.

2018 hat der ZSL einen Studienauftrag initiiert, um Ideen zur Weiterentwicklung der Landschaft im Gebiet Wädenswil ‒ Au zu sammeln. Der ZSL und die Stadt Wädenswil möchten die Ideen des Siegerteams gemeinsam mit der Quartierbevölkerung und weiteren Betroffene/Beteiligte sowie zielverwandten Organisationen diskutieren.

Wir laden Sie ein, die Ideen des Studienauftrags kennen zu lernen und Ihre Entwicklungs¬ideen für den Landschaftsraum Steinacher–Haldenhof–Schönbüel–Langacher mit der Stadt, der Projektträgerschaft und weiteren Interessierten zu diskutieren.

Datum: Samstag, 14.September, 15–17 Uhr
Ort: Schulhaus Steinacher

Ziel
Diskussion der Entwicklungsvorschläge des Studienauftrags (Wünschbarkeit, Machbarkeit), Aufnehmen von weiteren Ideen und Realisierungsoptionen.

Ablauf
15.00 Uhr Begrüssung durch H. Hauser, Stadtrat Wädenswil und T. Isler, Präsident Zürichsee Landschaftsschutz
15.15 und 16 Uhr Vorstellen der Entwicklungsideen aus dem Studienauftrag durch quadra GmbH
dazwischen offener Austausch
17.00 Uhr Schlusswort und Ende der Veranstaltung

 

Öffentlicher Seeuferzugang auf der Parzelle von Roger Federer

Seitens des Vereins „Rives Publiques“ wurde am 13. August die Forderung veröffentlicht, Roger Federer solle sein neu erworbenes Grundstück in der Kempratner Bucht in Rapperswil-Jona der Öffentlichkeit zugänglich machen. Diese Forderung steht im Widerspruch zu den Zielsetzungen von Landschafts- und Naturschutz.

Der Zürichsee Landschaftsschutz (ZSL) engagiert sich seit über 90 Jahren für eine nachhaltige Entwicklung von Flora und Fauna rund um den Zürichsee und Obersee. Mit seinen Fachspezialisten verfolgt der Verein die Entwicklung dieses einzigartigen Ufergebiets sehr genau und berät private Uferanrainer, Gemeinden und Kantone. Der Erholungswert des Zürichsees ist hoch, und es ist verständlich, dass die Menschen in jeder freien Minute an die Seeufer drängen. Dabei ist unbestritten, dass der Bevölkerung angemessener Zugang zum See gewährt werden soll. Doch damit das durch die intensive Freizeitnutzung ohnehin unter Druck stehende Ökosystem rund um den Zürichsee im Gleichgewicht bleibt, müssen insbesondere die Bedürfnisse von Flora und Fauna gesichert werden.

Viele Eigentümer von Seeufergrundstücken pflegen die Ufer nachhaltig und tragen durch Renaturierungen zur biologischen Aufwertung bei. So werden Brut- und Ruheplätze für Vögel und Laichplätze für Fische erhalten oder neu geschaffen. Öffentliche Nutzung der Ufer führt dagegen zwangsläufig zu Emissionen (Lärm, Abfall u.a.) und vermindert den ökologischen Wert von Uferzonen. Daher ist die öffentliche Nutzung der Ufer auf den Bereich bestehender offizieller Seeuferzugänge zu konzentrieren.

Der ZSL lehnt daher die Forderung von „Rives Publiques“ entschieden ab. Stattdessen erwartet er, dass mit der geplanten Überbauung des Grundstücks die Uferzone soweit möglich geschützt und biologisch aufgewertet wird. Der ZSL zweifelt nicht daran, dass Roger Federer seine Verantwortung für Natur und Landschaft als Seeufereigentümer vorbildlich wahrnehmen wird.

 

Thomas Isler, Rüschlikon, Präsident ZSL

Lukas Gschwend, Rapperswil-Jona, Vizepräsident ZSL

GV 2019 – 29. Juni um 14:00 Uetikon am See

Unsere diesjärige Generalversammlung findet am Samstag, 29. Juni 2019 um 14:00 in Uetikon am See statt.

Als Gäste der Gemeinde wird uns deren Präsident mit den Grundstücken, die die Gemeinde zusammen mit dem Kanton Zürich von der ehemals chemischen Fabrik der Familie Schnorf abgekauft hat, um die wertvollen Ländereien entlang unseres Sees der Oeffentlichkeit zu sichern, vertraut machen.

Zürichseelandschaft schützen und erleben – ZSL zum Projekt „ZüriBahn“

15.11.2018 – Die Aura des Sees, wunderschöne Blickwinkel, besondere Erlebnisse, eine Abkühlung in der Badi, ein Spaziergang entlang des Sees, das Schilf in der Brise – der Zürichsee bietet unzählbare Möglichkeiten, nachhaltige Eindrücke am See zu sammeln. Soll nun neu auch eine Seilbahnfahrt über den See als neue Möglichkeit, die Seebrise zu spüren, dazu kommen? Die Schwebebahn, ZüriBahn genannt, wird das Seebecken über zwei in einem Uferabstand von 50 m in den Seegrund gedrehten, rund 80 m hohen Masten auf 1 km Länge überspannen.

Das Projekt entspricht nicht dem, wofür der Zürichsee Landschaftsschutz (ZSL) einsteht: Seit 91 Jahren engagiert sich der ZSL für einen sorgfältigen und respektvollen Umgang mit dem Zürichsee, seiner Uferlandschaft und der ihn umgebenden Fauna und Flora. Er ist sich aber auch des Dilemmas bewusst, dass der Zürichsee nicht nur Landschaft und Lebensraum für Pflanzen und Tiere bildet, sondern auch dem steigenden Druck einer Freizeit- und Erlebnisgesellschaft ausgesetzt ist. Der Zürichsee Landschaftsschutz hat sich deshalb auch in einer umfangreichen Studie („Erholungslandschaft Zürichsee“ 2014, mit der Hochschule Rapperswil) dem Thema gewidmet und Handlungsspielräume ausgelotet. Die ZüriBahn will der Bevölkerung temporär ein neues, anderes Bild vom Zürichsee vermitteln. Die dafür notwendigen Bauten sind mit dem Vereinszweck des ZSL, nämlich dem Schutz und dem Erhalt der Seeufer, nicht vereinbar.

Sollte die Bahn trotz der ernsthaften Gründe, die ihr entgegenstehen, realisiert werden, ist ihr zu wünschen, dass sie mit der Schönheit auch die Empfindlichkeit der Seelandschaft vermittelt und dazu animieren kann, sich für deren Erhalt einzusetzen.

 

Medienkontakt: Veronika Studer Bärlocher

Präsident: Thomas Isler